Mittwoch, 14. Februar 2007

Rueckkehr in den indischen Winter


Gedenkstaette Jallianwala Bagh










Indre zeigt sich von ihrer patriotischen Seite

Indre, Natalia und ich




Der pak. Fanblock

Ana (Tschech. republik) streichelt ein Pferd...

















Daniel ganz frueh Samstagmorgen im Golden Temple






Ana mit einer Sikh-Familie








Am Eingang zum Tempel





Tempel von aussen


Milon (Tschech. Republik) im Nachtzug







Natalia, Linda, Indre, Daniel



Daniel und ich noch mit Gepeack im Tempel






















Sodele, mal wieder ganz viele Bilder, wobei ich leider mit einem falsch gedrehten Bild anfange und aufhoere. Von unten nach oben kommen erstmal ein paar Fotos von der Hochzeit letzte Woche. Zunaechst Natalia und Dana im Sari, dann Fotos von der Hochzeit selbst. Darueber sitze ich mit Claudia und Natalia wartend im Hyatt.
Unsere Fahrt nach Amritsar ging letzten Freitag bei erstaunlich kaltem Wetter an der New Delhi Train Station los. wir wollten ueber Nacht mit dem aus Mumbai (!) kommenden Nachtzug "Golden Temple Express" fahren, der zu unser aller Ueberraschung in Delhi bereits auf dem Gleis stand und sich auch relativ puenktlich in Bewegung setzte. Wie in Indien ueblich, fanden wir unsere Namen auf einer Liste wieder, die auf der Waggontuer klebte. Trotzdem waren unsere Plaetze natuerlich besetzt und es kostete einige Ueberzeugunskraft, bis die Maenner sich andere Plaetze gesucht haben;-). Immerhin hatten wir alle eine eigene Liege und konnten nachts auch etwas schlafen, wobei der Zug dauernd an Bahnhoefen gehalten hat und es dann jedes Mal wahnsinnig laut wurde, da nicht nur die Ansagen brutal laut waren, sondern auch staendig Verkaeufer durch den Zug liefen und schreiend ihre Sachen angeboten haben:" Chai Chai Chai Chai Chai- Chaaaaaaaai", oder "Bhem Puri, Bhem Puri, Bhem Puri, Bhem Puuuuuuri" und " Softdrink, Softdrink, Coffee, Softdrink..."
Um 6:30 Uhr am Samstagmorgen sind wir dann total uebermuedet in Amritsar eingetroffen und dann das- es war stockdunkel, es hat geregnet und es war richtig kalt- willkommen zurueck im Winter. das hatte sich aber schon in Delhi angekuendigt: Es wurde letzte Woche taeglich kaelter und leider hat es im noch noerdlicheren Amritsar an unseren zwei Tagen eigentlich pausenlos geregnet- dazu ein richtig frischer Wind. Gestern nacht war es dann auch in Delhi soweit- es hat so stark geregnet, dass am Morgen sogar die Strassen in M.Nagar z.T. ueberflutet waren...
Da wir nicht wussten, wohin, sind wir gleich mal in den Golden Temple gegangen, in dem man auch um 7 uhr morgens und mit Gepaeck mit offenen Armen empfangen wird. Auf einem der Bilder sieht man den weissen, wirklich herrschaftlich aussehenden Tempel von aussen. man muss dann Schuhe und Socken ausziehen, durch ein Fussbad laufen und sollte dann gegen den Uhrzeiger um den sogenannten Nektarpool gehen ("Amritsar"). Alles ist wunderschoen in weissem Marmor gehalten, in der Mitte der Haupttempel, der golden geschmueckt ist und in dessem inneren die Originalkopie des Adi Grant (wie die Bibel) liegt. Wenn man um den Pool (in dem viele Sikhs ein heiliges Bad nehmen) an den tollen Gebaueden und Tempeln entlang laeuft, bekommt man ein ganz spirituelles Gefuehl, da ein niemals unterbrochener Gesang mit Versen aus dem Adi Grant ueber Lautsprecher in die ganze Anlage uebertragen wird. Auch zu sehen ist ein Foto vom Eingangsbereich mit den orangenen Waechtern und Bilder von uns an dem Pool. Als Auslaender wird man von den Sikhs aeusserst freundlich behandelt, wird staendig zum Tee eingeladen und freundlich auf die Fehler hingewiesen, die man als Fremder halt so macht, etwa dass Fotos nur um den Pool herum erlaubt sind, oder wenn die Kopfbedeckung, die man am Eingang kostenlos bekommt, nicht richtig sitzt. Wenn man den inneren, heiligen Tempel besucht hat (der war am Sonntag wahnsinnig voll), bekommt man am Ausgang diese superleckere Suessigkeit, die die Sikhs staendig ausgeben. Sie sieht wie brauner Glibber aus und heisst" Moong dal Halewa" und schmeckt unglaublich gut.
Die Haelfte unserer Gruppe hat sogar kostenlos im Tempel in einer Unterkunft nur fuer Auslaender uebernachtet. Ich und drei andere haben sich ganz in der Naehe ein billiges Hotelzimmer gesucht, vor allem weil wir nach der Nacht im Zug und durchnaesst vom Regen unbedingt duschen wollten.
Nach den Tempelbildern kommen zwei Bilder aus den Strassen Amritsars. Ausser dem sauberen und wunderschoenem Tempel ist Amritsar wirklich scheusslich: Die Haeuser sind heruntergekommen, es gibt keine Fusswege, bei regen nur Schlamm und Pfuetzen, viele Bettler, unglaublich chaotischer Verkehr und ueberhaupt viel mehr aermerer Leute als in Delhi. Aber der Eindruck war auch besonders negativ, weil es grau, kalt und regnerisch war. Darueber ein Foto von Daniel und Natalia in einem Caffee.
Nach einem schoenen Mittagessen dann das Highlight, das alle Amritsar-Touristen machen muessen: Mit der Rikscha sind wir zur 30 km entfernten Wagah-Border, also der indisch-pakistanischen Grenze gefahren, wo jeden Abend ein Spektakel stattfindet, dass mich auch drei Tage spaeter noch umhaut und fuer uns Europaer sowas von bizarr ist. In der Mitte ein Zaun, gibt es auf beiden Seiten riesige Tribuenen, die sich vor beginn der Zeremonie immer besser fuellten. Auf beiden Seiten viele Schulkinder und eine unglaublich patriotistische Stimmung- wie in einem Fussballlaenderspiel. Auf den Fotos sieht man erst den indischen, dann den pakistanischen "Fanblock". Vor Beginn auf beiden Seiten patriot. Lieder wie etwa " Hindustan, Hindustan, Hindustan" in verschiedenen Melodien. Auf einmal stellen sich die indischen Soldaten vor uns und "verabschieden" sich von ihren Landsleuten um dann in einem unglaublich schnellen Stechschritt und unter dem Gejohle tausender Kehlen auf das Torgitter zuzulaufenm. das gleiche passiert auf pak. Seite. Das Tor wird aufgerissen, die Soldaten treffen sich, geben sich kurz die Hand und rennen wieder zurueck. Am Schluss werden dann die Fahnen eingeholt, wobei peinlich genau darauf geachtet wird, das keine Fahne hoeher haengt, als die andere. Auf unserer Seite waren viel mehr Leute, darunter ca 100 Touristen- die Inder scheinen stolz zu sein, die Touristen auf ihrer Seite zu haben, wir wurden genau so gestellt, dass die Pakistaner uns sehen konnten- auf pak. seite war kein einziger Tourist! Die Inder haben getanzt und die ganze Zeit "HINDUSTAN ZINDABAD" (" Long Live Hindustan") und "Vande Mataran" ("I salute my motherland") gerufen. Die Pakistaner waren aber deutlich lauter, was vor allem daran lag, dass die fast nur agressiv aussehende und gruen-weisse fahnen schwenkende junge Maenner am Start hatten, die nur "Pakistan, Pakistan" skandiert haben- das hat mich irgendwie ein bisschen an die Ultras in dt. Stadien erinnert;-). die wenigen Frauen, die da waren, waren natuerlich tief verschleiert. Das ganze hat mich echt fasziniert, und man kann sich nur seinen Teil zum Verhaeltnis dieser Laender denken, wenn man bedenkt, dass diese Show jeden Tag stattfindet!!
Ausser im Tempel waren wir noch (oberste Bilder) am Sonntag Morgen bei stroemenden Regen in der gedenkstaette Jalliianwalla Bagh, wo dem Jahr 1919 gedenkt wird, an dem eine friedliche Demonstration tausender Inder in einem Blutbad endete, weil der englische General Dyer seinen Soldaten befohlen hat, einfach mal in die Menge zu schiessen. Bei der entstehenden Panik kamen tausende Inder in furchtbarer weise zu Tode- ein Ereignis, das fuer die indische Unabhaengigkeitsbewegung auesserst wichtig war.
Auf der Rueckkfahrt war der Zug 2 Stunden verspaetet und wir sind erst um 1 Uhr in Delhi angekommen- der Montag war auf der Arbeit wieder eine Qual...Wieder ein Wahnsinnserlebnis, denn auf einer solchen Zugfahrt erlebt man Unglaubliches: Von bettelnden Kleinkindern ueber auf dem Boden kriechenden Krueppeln, agressive Ehemaenner, die ihre Frauen schlagen wollen, wahnsinnig nette indische Familien, die sich staendig mit uns Auslaendern unterhalten wollten, wieder die Verkaeufer, Sikhs, Hindus, Muslime, ein immer fuerchterlicher werdender Uringestank und und und...
So ich muss jetzt arbeiten! Ich habe nun interesse am Sikhismus gefunden und werde Buecher darueber kaufen, wenn Ihr moechtet, koennt ihr darueber ja bei Wikipedia lesen;-)
Viel spass Euch allen morgen in Koeln- der Wahnsinn wird wieder los sein- Weiberfasnacht und ich bin nicht dabei;-( Aber Wagner, ein Brasilianer, der in Gurgaon wohnt, will am Samstag eine riesige Karnevalsparty feiern, auf die ich mich schon echt freue...
Viele Gruesse und bis zum naechsten Mal!!
































Freitag, 9. Februar 2007

Vorfeude aufs Wochenende

Heute bin ich mal ganz frueh ins Buero gekommen- es ist jetzt 9:15 am und ich bin hier fast alleine- die Leute hier fangen spaet an und hoeren noch viel spaeter auf zu arbeiten. Normalerweise gehen wir gegen 19:30 heim, das ist dann schon echt frueh verglichen mit den Leuten, die locker bis um 23 Uhr hier bleiben.

Gegen 17 Uhr muessen wir (Daniel, Linda, Indre und ich) dann mal wieder in Noida aufbrechen und zum Bahnhof fahren, dann gehts mit dem Nachtzug nach Amritsar. Ich freue mich wirklich darauf, denn es wird mein erstes Reiseerlebnis mit der legendaeren Indian Railways. Wir reisen zu acht und ich hab keine Ahnung, ob wir Liegeplaetze haben oder da ueberhaupt schlafen werden- aber vermutlich wollen wir das gar nicht;-) Zurueck gehts dann am Sonntag nachmittag und wir hoffen, dass der Zug nicht (wie es hier haeufig vorkommt, mehrere Stunden Verspaetung hat).

Ich bin dann auch mal gespannt auf die viel gepriesenen Gastfreundschaft der Sikhs (wenn man moechte, kann man im Golden Temple sogar uebernachten und kostenlos ein Abendessen bekommen, egal welcher Religion etc. man angehoert. Um ein Hotel werden wir uns wohl oder uebel vor Ort kuemmern muessen, aber das duerfte kein Problem sein...

Am Dienstag Abend sind einige von uns zu einer richtig schicken Hochzeit gegangen. Daniel und Natalia haben einen Onkel der Braut kurz kennengelernt und der hat gemeint, wir sollten doch einfach vorbeikommen und noch ein paar Freunde mitbringen..Linda, Dana und Claudia haben sich dann in richtig schicke Saris geschmissen (das sah wirklich super aus) und zu sechst wollten wir dann ins superedle Hyatt zur Hochzeit fahren. allerdings war da keine, so dass wir nur mit offenen Muendern in der Eingangshalle standen und Fotos geschossen haben;-) (das Imperial ist aber noch eine ganze Ecke schicker!!) Wir haben dann erfahren, dass das Fest im Grand Hyatt in Vasant Kunj ist und obwohl es schon spaet war sind wir da hingefahren. Am superschicken Eingangszelt hat sich niemand daran gestoert, dass wir einfach reingegangen sind- es war genau der Moment, in dem die Braut (die wie es von ihr verlangt wird, aengstlich und schuechtern geguckt hat) unter superlauter Musik in die Halle gefuehrt wurde. Die Band hat einen Hit nach dem anderen gespielt und es wurde getanzt, wobei das Brautpaar fuer Stunden an ihrem Platz sitzen und sich fotografieren lassen musste. Draussen im garten war das reinste Paradies vorzufinden- es war etwas peinlich, weil wir ja niemand kannten- aber: Was haben wir geschlemmt;-) Das herrlichste Essen, das man sich vorstellen kann, alles vegetarisch und frisch zubereitet und wirklich alles, was die indische Kueche so zu bieten hat. Von dem 300 Meter langen Nachtischbereich moechte ich lieber erst gar nicht anfangen zu erzaehlen...Es war sicherlich eine reiche Hochzeitsgesellschaft, aber wir haben live miterlebt, dass bei einer indischen Hochzeit wirklich keine Kosten und Muehen gescheut werden. Wir haben dann noch angeguckt, wie sich das Brautpaar unter einem Zelt mit einem Hindupriester getroffen hat, der den beiden in lockerer Atmosphaere irgendwelche Sachen erzaehlt hat. Drumherum sassen die ganz toll angezogenen weiblichen Verwandten- es wurde viel gelacht und niemand hat sich daran gestoert, dass wir Touristen ein paar Fotos gemacht haben...

Am Mittwoch sind Daniel und ich dann mit ein paar indischen Kollegen ins TC gegangen. Das TC ist ein sehr angesagtes Pub, in dem sehr laute Rockmusik laeuft und auch getanzt wird, Dort herrscht eine sehr westliche Atmosphaere, es sind auch immer viele Auslaender da. das Ambiente und die Musik sind dort auch unschlagbar gut, nur leider ist der Laden auch fuer deutsche Verhaeltnisse richtig teurer. Wie in Indien haeufig ueblich kommt man als Kerl da nicht alleine rein, sondern nur als Paerchen (zumindest nicht ohne Ueberredungskuenste in Verbindung mit ein paar Banknoten;-)), deshalb muss man immer gucken, dass genug Maedels mit am Start sind;-)

Ich muss jetzt dringend arbeiten, im Moment muss ich ca 1000 Websites pro tag anklicken, und gucken wie und ob dort ueber bestimmte Hotels der Fairmont-Hotelkette berichtet wird. Stinklangweilig, aber mit der amerikanischen Beratungsfirma ICrossing einer der wichtigsten Klienten von Rocsearch, deshalb muss die Arbeit auch korrekt erledigt werden...

Fotos von der Hochzeit und Amritsar hoffe ich hier naechste Woche reinzustellen...

Schoenes Wochenende und viele Gruesse!

P.S. An Micha, Kevin und Thorti: Macht euch mal keine Sorgen...Ich bin noch bis Ende April weg, da kann der SC fast die ganze Saison noch in Ruhe Spiele gewinnen;-)

Dienstag, 6. Februar 2007

Dienstagmorgengruesse

Schoen, dass Deutschland wirklich Handballweltmeister ist, FC und SC schon wieder gewonnen haben und weniger schoen, dass Werder gegen Schalke verloren hat. Die West Indies spielen uebrigens gerade eine recht erfolgreiche Testspielserie gegen Suedafrika, und Goa ist in das Halbfinale des indischen Pokals eingezogen;-) mal im Ernst, von Handball haben die Inder wirklich noch nie etwas gehoert, Eishockey schon eher, denn eine Eishalle ist fuer Inder so exotisch und unvorstellbar, dass sie von diesem Sport zumindest schonmal was gehoert haben. Ausser den sieben Kricketseiten im Sportteil gibt es sonst eigentlich immer nur Schach (weiss der Teufel warum), Tennis (weil die junge Sania Mirza als Inderin in der Damen-Weltspitze mitmischt) und einen kleinen Bericht von der Premierleague, der sich eigentlich meist darauf beschraenkt, was Chelsea und Arsenal so gemacht haben am Wochenende...

Am Samstagabend sind wir schon wieder in einen Hotel-Club gegangen. diesmal in das Vasant Continental in Vasant Vihar. Der Club heisst Tapas und ist auch richtig schick. Bis kurz nach elf wurde nur Salsa gespielt, was vor allem unsere Kolumbianer anziehend finden, danach gab es aber richtig gute Partymusik und wir hatten viel Spass, weil an diesem Abend sicherlich 20-30 Trainees aus Delhi und Gurgaon zugegen waren. Allerdings waren auch einige komische Gestalten vor Ort und uns wurde bereits empfohlen, immer auf das Bier aufzupassen, weil es dort wohl schon vorgekommen ist, dass Drogen die Runde machen oder irgendwas in fremde Getraenke geschuettet wird...Ich hab davon aber nix mitbekommen...Neben an war mal wieder eine superschicke und edle Hochzeit mit einem kilometerlangen Buffet. die Hochzeitssaison hat wieder einen neuen Hoehepunkt erreicht und wenn man jetzt abends auf unserem Dach steht, sieht man wieder ueberall diese kleinen huebschen Feuerwerke. Egal wie arm eine indische Familie ist, fuer die Tochter oder manchmal gar die Toechter wird die schoenste vorstellbare Hochzeit auf die Beine gestellt- und wenn man dafuer das Auto verkaufen oder einen dicken Kredit beantragen muss...Auf diesen Hochzeiten faellt dann immer schnell auf, wie wunderschoen die anwesenden Frauen aussehen, mit den tollsten Saris in den praechtigsten Farben...

Ach ja, Sonntag bin ich wirklich zum wie immer sonntags total ueberfuellten South Extension Market zum Frisoer gegangen- es war alles vollkommen problemlos. Lustig war allerdings, dass der Laden proppevoll war und ich sofort als ich da reinkam an einer wartenden Schlange vorbeigefuehrt und auf einen Stuhl gesetzt wurde. Kaum sass ich da, hatte ich schon ein Glas Wasser und einen Kaffee zur Begruessung in der Hand! Das nenne ich Gastfreundschaft;-) Kurios war, dass um mich rum nur Frauen sassen, die von jeweils 5 oder 6 Maennern umringt waren und sich gleichzeitig die Arme und Beine haben kneten lassen, die Schultern massieren lassen, Pedikuere und Manikuere sowie Haarewaschen...Mit total ernster Miene haben sie alles ueber sich ergehen lassen und noch gleichzeitig die angesagtesten Modemagazine gelesen. das war dann wohl das Paradies auf Erden fuer eine betuchtere Dame in Delhi;-)

Ueberhaupt faellt hier immer wieder auf, wieviele Helfer, Diener, Tueroeffner oder Fahrer es in Indien gibt. Auch hier im Buero gibt es 5 Wachmaenner und 4 junge Typen, die den Tag lang nur damit beschaeftigt sind, zu putzen und benutzte Tassen und Glaeser abzurauemen. Mein Kommentar bei einem Lunch, dass die mir etwas Leid tun, ist bei meinen indischen Kollegen auf Unverstaendnis gestossen: Sie haben mir erklaert, dass diese Jungs vermutlich nie zur schule gegangen sind, nicht lesen und schreiben koennen und daher dieser Job hier im Buero fuer sie und deren Familien ein echter Gluecksfall sei...Dennoch findet man es als Deutscher schon komisch, dass an quasi jedem besseren Restaurant, an Banken oder vor Fastfood-Laeden Maenner stehen, die nur dafuer da sind, die Tuere aufzuhalten, wenn jemand reingeht oder die Schuhputzer zu sehen, die den ganzen Tag darauf warten, die dreckigen Schuhe von Passanten fuer 10 Rs putzen zu duerfen...

Am Freitagabend geht es nun definitiv nach Amitsrar. Dorthin gehts mit Sleeper-Plaetzen im Zug, da die Strecke Delhi-Amitsrar gut erschlossen ist. Zueruck dann bereits am Sonntag nachmittag, da wir nicht wieder erst Montag Morgen in Delhi sein wollten. Amitsrar ist die Hauptstadt von Punjab, dem Staat, der vor der Teilung 1947 viel groesser war ( der andere Teil ist heute Pakistan) und in dem 70% der Menschen der Sikh-Religion angehoeren. das Highlight dort ist natuerlich der Golden Temple, dessen Stuermung 1984 im Nachhinein zur Ermordung Indira Ghandis durch einen Sikh-Bodyguard gefuehrt hat. wenn wir es schaffen, wollen wir auch das beruehmte "Changing the Troops" an der indisch-pak. Grenze angucken- mal sehen, ob wir das schaffen...

Die Arbeit wird doch langsam etwas langweilig. Stundenlang muss man etwas im Internet recherchieren, Daten sammeln und zwischendurch irgendwelchen Leuten helfen, Sachverhalte wie die UkW-Frequenzvergabe in Oesterreich zu uebersetzen. Immer wenn ein Projekt fertiggestellt werden muss, gibts Stress und man muss laenger im Buero bleiben. Wie schon gesagt: Vier Monate ist gut, aber laenger muss ich das hier nicht machen...

So, jetzt muss ich an den Schreibtisch, mehr von mir vermutlich am Freitag...

Samstag, 3. Februar 2007

Wochenende in Delhi

Aus der Reise nach Amitsrar ist erstmal nix geworden. Mich nervt das schon ziemlich, dass hier einige Leute immer versuchen, moeglichst viele Leute fuer die Wochenendtrips zu gewinnen. Dadurch entsteht natuerlich immer ein totales Chaos und ehe man sich versieht, sind alle Zuege und Busse ausgebucht...Aber eigentlich war das allen so auch ganz Recht-schliesslich sind wir erst am Montag Morgen aus Udaipur zurueckgekommen und so ein entspanntes Wochenende zuhause hat ja auch was. Eventuell wird die Reise naechstes Wochenende nachgeholt, aber Genaues weiss ich dazu noch nicht...

Gestern Abend waren wir in der Disco "Dezibel" in einem riesigen Hotel in Chanyakapuri. Das war eigentlich ziemlich bescheuert, weil da kaum Inder sondern fast nur sehr junge Hotelgaeste aus aller Welt waren. Irgendwann waren so viele Amis da, dass der DJ sich nur noch getraut hat, Eminem und 50 Cent und sowas zu spielen. Das Bier war mit 250 RS (ca 5 Euro) auch noch schweineteuer, aber was solls- wir hatten wie immer unseren Spass.

Richtig nervig in Delhi sind weiterhin die riesigen Distanzen. Anders als etwa in Freiburg kann man sich Abends nie festlegen, wo (in welchem staddteil) man ausgeht, weil es einfach kein Zentrum gibt. Wenn ich unter der Woche oder so wie gestern gerne was unternehmen will und wir so lange arbeiten muessen, fahre ich meist gar nicht nach hause, sondern fahre gleich nach Kalkaji mit, um mit den Leuten dann von dort irgendwo hinzufahren. Rikschafahrten von mindestens 30 min sind dann ganz normal...

Am Mittwoch etwa habe ich mich mit Stella und Jessi in dem unglaublich schicken Hotel Imperial getroffen. Ich bin dort direkt vom Schreibtisch in Noida hingefahren, ich haette keine Zeit mehr gehabt, vorher noch nach M.Nagar zu fahren. Wir hatten zur Feier des Tages (Jessis Geburtstag und Stellas letzter Abend in Indien) ein fantastisches Dinner auf einer palmengesaeumten Terasse im Garten des Hotels genossen- es war wirklich sehr schoen und eine angenehme Abwechslung fuer mich;-) Nochmals vielen Dank fuer die Einladung!

Ich schwitze gerade ziemlich hier im Internetcafe- es ist sehr schnell sehr warm geworden- die kalten Wintertage scheinen endgueltig vorbei. Tagsueber wird es jetzt locker 25 Grad und mehr. Wir muessen uns jetzt erstmal dran gewoehnen, die Jacke zu Hause zu lassen und ich kann jetzt langsam mal dran denken, die kurzen Hemden und Hosen aus dem Schrank herauszukramen...Jetzt wo es waermer wird, ist es auch nicht mehr so nervtoetend mit Eimer und nicht vorhandenem Duschkopf zu duschen und zu warten, bis der Heater in Schwung gekommen ist- obwohl ich mich schon manchmal sehr nach einer ganz normalen Dusche sehne...

Heute oder morgen gehe ich zu dem sehr schoenen Markt in der "South Extension", dort gibt es die ueblichen Shoppinggelegenheiten und offenbar einen sehr guten, englischsprechenden Frisoer, denn ich muss jetzt dringend mal zum Haareschneiden- man drueckt sich ja eher hier vor sowas, ich habe Angst, dass die kein Englisch sprechen und mich total verunstalten;-) Hier gibt es ja an jeder Strassenecke noch richtige Barbiere (ist das das richtige Wort?)-man sieht mitten auf dem Buergersteig Maenner, die sich auf einem alten Drehstuhl in alter Art und Weise rasieren oder die Haare schneiden lassen. Das waere natuerlich die sehr viel guenstigere Moeglichkeit fuer mich, aber das lasse ich dann lieber doch mal bleiben...

Am Freitag habe ich meinen 2. Paycheck erhalten (25.000 Rs.) Es ist eigentlich schon krass, wie gut wir als Praktikanten bei Rocsearch verdienen- einige indische Neueinsteiger kriegen weniger, obwohl sie gerne mehr in die Pflicht genommen werden, als wir Auslaender. Die 25.000 sind hier schon richtig viel Geld- ich habe immeroch was von letztem Monat uebrig, obwohl ich davon die Dezember- und Januarmiete sowie das komplette Udaipur-Wochenende bezahlt habe. Wir koennen es uns auch leisten, staendig auszugehen und muessen nicht so aufs Geld achten.

Das ist schon ein grosser Unterschied zu den AIESEC-Leuten, die bei NGOs arbeiten und zum Teil nur 6000RS verdienen und daher jeden Rupee umdrehen muessen. Ich unterhalte mich oft und gerne mit meinen Mitbewohnerinnen Dhana und Claudia, die mit ihren NGO total spannende Sachen machen. Vor kurzem wurde z.B. der Delhi-Masterplan 2021 veroeffentlicht, an dem ihre Organisationen mitgearbeitet haben. Sie befassen sich mit der Situation der Slumbewohner, kuemmern sich um Unterkuenfte fuer Obdachlose, setzen sich fuer Frauenrechte ein und lernen natuerlich ganz andere Leute kennen als wir bei Rocsearch. Das Kuriose ist dabei, dass wiedermal die zwei Seiten Indiens so deutlich zu Tage treten: Unsere indischen Arbeitskollegen kommen aus gut situierten Familien, haben eine Topausbildung genossen, sprechen perfektes Englisch und trauemen von einer Karriere in den USA. Von diesen jungen Leuten gibt es zig Millionen in Indien- und deshalb tun so viele amerikanische und englische Firmen nach Indien outsourcen- irgendwie muss ein BIP-Wachstum von 10% ja zustande kommen. Auf der anderen Seite ist Indien ein Entwicklungsland, indem immer noch zig millionen Menschen unter der Armutsgrenze leben und nichtmal lesen und schreiben koennen. Wir Praktikanten lernen also beide Seiten kennen, die einen die Armut etc. und wir die "reiche" Seite...

Ein weiteres indisches Problem ist das Umweltbewusstsein. Die Menschen scheinen sich nur fuer die Zukunft Indiens zu interessieren- es geht um Wachstum, Wachstum, Wachstum. Gedanken an den Umweltschutz sind aber absolut nicht vorhanden. Ich habe mich schon mit Indern unterhalten, die von der Klimaproblematik trotz dem krassen Delhi-Smog noch nie was gehoert haben- und wie dreckig und wiederlich ein Fluss aussehen kann, das weiss man etwa in dem Moment, in dem man versucht, zu Fuss den Yamuna in Delhi zu ueberqueren. Man kann eigentlich nur hoffen, dass wie auch hoffentlich mal in China in Indien irgendwann ein Umdenken stattfindet und eben eine goldene Zukunft des Landes auch davon abhaengt, dass man die immense Umweltverschmutzung in den Griff kriegt.

Dieser Blog wird jetzt uebrigens sogar von Menschen in Kolumbien und Litauen betrachtet- man ist so begeistert von meinen vielen Fotos, dass meine Blogadresse immer mehr herumgereicht wird;-)

Ach ja, ich fuehle mich hier nach zwei Monaten wirklich wohl, aber schade finde ich es doch, dass ich von der Handball-Euphorie so gar nix mitbekomme, das muss ja der totale Wahnsinn sein mit TV-Quoten, die schon an Fussball-WM-Spiele heranreichen...Hoffe dann mal, dass "wir"morgen endlich mal wieder Weltmeister werden, auch wenn es nicht die "richtige"WM ist...
Fussballtechnisch bin ich gerade wieder einigermassen zufrieden: Der SC gewinnt wieder, Bayern verliert staendig (bitte verzeihe, Sven) und Werder wird hoffentlich Meister und nicht diese Pseudoknappen-Arbeiterverein-Gazprom-Russen;-))

So, ich wuensche allen noch ein schoenes Wochenende (vielleicht kann man trotz der zu warmen Temperaturen ja Skifahren gehen- obwohl ich momentan eher ins Freibad moechte)...

Mittwoch, 31. Januar 2007

Es war genial!!!






















































Hey guys, I hope someone is looking in my weblog to see some of my photos of our trip to Udaipur! We had a great time!!! Hope to see you soon in Delhi, Baroda or somewhere else;-) Greetings, Christoph

Unser Trip nach Udaipur war wahrlich genial- wir hatten eine tolle Zeit. Ich beschreibe die Fotos von unten nach oben, wobei ich bei der masse natuerlich nicht auf alless eingehen kann!
Unsere Reisegruppe bestand aus 8 Leuten (Linda, Indre, Daniel und Ich; sowie weitere 4 aus dem Lajpat Nagar-traineehouse). In Udaipur haben wir dann noch Tycho und Tatjana aus Baroda getroffen...
Los gings am Donnerstag Abend. Bereits um halbvier haben wir das Buero verlassen, um uns an der chaotischen New Delhi train Station zu treffen und von dort mit einem Taxi nach old Delhi zu fahren. Eigentlich waren wir eine halbe Stunde zu spaet, aber statt um 17:30 ist der Bus dann irgendwann gegen 19:30 in einer total chaotischen Strasse in O.Delhi abgefahren. Unten gab es normale Sitzplaetze, aber wir hatten Kojen fuer je 2 Personen unter dem dach des Busses gemietet. es war eng, ungemuetlich, ziemlich dreckig, ueberfuellt und laut- aber wir hatten einen Riesenspass und haben uns gegenseitig in den Kojen besucht...Die Inder waren wohl ziemlich erschrocken, mit 8 weissen Touristen reisen zu duerfen;-)
Nach einer kurzen und anstrengenden Nacht sind wir gegen 12 Uhr mit ca 4 Stunden Verspaetung in Udaipur angekommen. dann erstmal ein Schock: Es war richtig heiss- das ging schon an die 30 grad, dazu ein voellig anderes Klima als in Delhi. es stellte sich heraus, dass wir alle nicht vorbereitet waren- keine kurzen Hosen, keine Sonnencreme...
Dann sind wir zum Hotel Minerva gefahren, wo wir uns schliesslich mit matrazen 2 Zimmer a 5 Personen geteilt haben. Wie jedes Hotel in Udaipur gabs eine wunderschoene Dachterasse mit viel sonne, gutem Fruehstueck und herrlichem Ausblick auf den Lake Pichola.
Udaipur wird zu Recht das Venedig des Ostens genannt, viele weisse Hauser, eine mediterrane Atmosphaere, eine schoene Altstadt und immer den atemberaubenden Seeblick- einfach wunderschoen. Sogar James Bonds "Octopussy" wurde hier teilweise gedreht. Fuer uns war das natuerlich genial- aus dem erst langsam warm werdenden Delhi ploetzlich in die brutzelnde Sonne, Cappucino im Schatten, ein laues Lueftchen- herrlich! Und im Gegensatz zu Delhi: Super Luft, kaum Abgase, kein Smog...
Das einzige Problem an Udaipur ist, dass es zu touristisch ist! Es gibt unendlich viele Hotels, Restaurants und Guest-Houses, in den Strassen der Altstadt sieht man mehr Touristen als Inder und ueberall gibt es "homemade Handicraft"-Produkte. Fast alle Haeuser sind weiss und haben Restaurants auf den Daechern. Das Sonnenuntergangsfoto ist z.B. auf einer restaurantterrasse entstanden. Wir haben uns des oefteren zu zehnt in Restaurants gesetzt und dann im Pulli/T-Shirt die herrlichsten Sachen bestellt und geschlemmt- es war herrlich;-)
das groesste Touri-Highlight ist der aus weissem Marmor gebaute City-Palast, der auch ein sehr schoenes Museum beherbergt. Ueber den geschichtlichen Hintergrund kann ich jetzt nix sagen- das wuerde den Rahmen sprengen! Eines der Bilder zeigt einen festlichen Innenhof im Palast...
Am see gibt es viele Ghats, also Badestellen, wo die Frauen waschen und die Kinder baden (siehe Fotos). Das Wasser war zwar sauberer als der Jamuna- baden wuerde ich darin aber nicht! Das war eine tolle Gelegenheit, mal indisches Leben und Traditionen aus naechster Naehe zu beobachten! Kinder und Frauen stoeren sich auch nicht daran, dass man als Tourist daneben steht und ein paar Fotos macht...Leichenverbrennungen wie in Varanasi gab es hier aber nicht zu sehen (zum Glueck).
Weitere Bilder zeigen u.a. einen Paddelboot-Ausflug auf dem See, der bei der Hitze super angenehm war- ein angenehmer Wind und ein unglaubliches Panorama fuer Fotos!!!
Abends sassen wir lange draussen und haben Uno gespielt (mit 10 leuten einfach unschlagbar luistig) und eiskaltes Kingfisher genossen. der spaete Hoehepunkt Freitag Nacht war dann das Twister Spiel, wo sich die Koerper ineinander verenken, weil man mit Fuessen oder haenden bestimmte Felder beruehren muss- wir haben so laut gelacht, dass vermutlich das ganze Hotel wach geworden ist;-)
dann noch ein paar Bilder im Hotelzimmer und oben noch ein Bild von Lina und Indre in ihrer Buskoje.
Planmaessig getroffen habe ich in udaipur auch meine tante Stella und meine Cousine Jessi, die gerade ein Trip durch rajasthan machen. Am samstag Abend habe ich mit Jessi ein nettes Dachterassen-Dinner genossen (Stella war leider nicht so fit) und am Sonntag habe ich mich mit beiden getroffen, um den Palast nochmal anzuschauen und im Ort herumzulaufen...Leider sind zwie der Fotos falschrum- tut mir leid!Das oberste Foto zeigt Stella und Jessi im City Palace...
Ich treffe mich mit den beiden heute Abend wieder, wir werden etwas im tollen Hotel Imperial trinken und dann ein dinner haben, weil Jessi heute Geburtstag hat und Stella morgen zueruck nach Berlin fliegt.
Ansonsten steht schon uebermorgen der naechste Trip an. Habe mich ueberreden lassen, nach Amitsrar mitzufahren, wo der einmalihge Golden Temple der Sikh-Religion steht. Ausserdem wollen wir die taegliche Wachabloesung an der nahen pakistanischen Grenze beobachten.
So jetzt muss ich dringend arbeiten- bei der ganzen ferienberichterstattung vergisst man ja, dass man eigentlich ein Praktikum absolvieren soll, muss, will;-)
Uebermorgen gibts mehr zu meinem naechsten Trip, bis dann Christoph




























Donnerstag, 25. Januar 2007

Udaipur...

Heute ist also der letzte Arbeitstag der Woche. Der Trip nach Rishikesh wurde kurzfristig gecancelt, weil einige Leute dann im letzten Moment doch nicht mit wollten. Ich finde das schade, bin aber auf den anderen Trip aufgesprungen. Zu acht fahren wir ueber das lange Wochenende nach Udaipur, einer Stadt im suedwestlichen Rajasthan. Diese Stadt ist 650 km von Delhi entfernt; wir fahren bereits heute Abend um 18 Uhr mit dem Nachtbus los- 12 Stunden Fahrzeit, das wird sicherlich ein Riesenspass...Wir muessen heute unseren Arbeitsplatz schon gegen 16 Uhr rauemen. Unsere jeweiligen Projektvorgesetzten waren nicht so begeistert, haben aber gruenes Licht gegeben. Besonders lustig wird die Rueckfahrt: Wir fahren am Sonntag Abend los und kommen erst am Montag Morgen gegen 7 uhr an. Danach schnell duschen und ab ins Buero...;-)

Ich haette den stressfreien Trip nach Rishikesh bevorzugt, aber Udaipur scheint doch eine besonders schoene Stadt zu sein (wer will kann ja mal bei Wikipedia nachschauen). Lustig ist auch, dass meine Tante und meine Cousine Jessi hoechstwahrscheinlich Samstag und Sonntag auch in Udaipur sein werden und ich die beiden treffen kann...

Ansonsten gibt es nicht gross was Neues, die Arbeit wird langsam etwas monoton und langweilig...Diese Woche habe ich etwa damit verbracht, Business-News zu filtern und zu sammeln, aber nur wenn bestimmte Firmen und Sektoren, die fuer den Klienten von Interesse sind, in den Nachrichten vorkommen...Ab Montag soll ich aber auf ein anderes Projekt kommen, das wird dann hoffentlich spannender.

Waehrend es in Freiburg geschneit hat, wird es hier langsam waermer, ich denke, dass ich in einem Monat eher ueber die Hitze klagen werde als ueber die winterliche Nebelsuppe, durch die wir momentan noch jeden Morgen fahren muessen;-)

Eine kleine Sache, die ich noch beschreiben wollte: Alkohol! Das oeffentliche Trinken ist strengstens verboten und auch abends vor Diskos wuerde man nie jemand mit einer Flasche Bier sehen. Will man etwas alkoholisches kaufen, muss man wie in anderen Laendern auch in spezielle Laeden gehen; Am Wochenende herrscht dort auch immer ein ziemliches Gedraenge. Die angesagten Biersorten heissen hier Cobra und Kingfisher. Normalerweise kauft man 0,6 Liter-Flaschen, die im Laden (in der Disko natuerlich viel teurer!) nur 40 Rupien (ca 80 Cent) kosten. Wein wird kaum getrunken, dann schon eher indischer Whisky mit Cola gemischt..Was mir auch noch in der Disko aufgefallen ist: Viel Alkohol vertragen die Inder nicht- zwei Bier und das Englisch wird schon ziemlich undeutlich- da passt es auch ganz gut, dass viele Laeden schon um 1 Uhr dicht machen und das manchmal auch am Wochenende...

So, mehr aus Indien und von meinem Trip gibt es dann naechste Woche irgendwann...Schon mal ein schoenes Wochenende zusammen!!!